Wenn Sie aus der Balance geraten sind...  
 


"Die Dinge sind nie so wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht."
Jean Anouilh
 
  
 
 
 
 

 
 
Pioniere der systemischen Therapie


Virginia Satir gilt als Mutter der systemischen Therapie. Sie hat das systemisches Repertoire und die Methodik erweitert und weiterentwickelt - erstens durch die Familienskulptur, zweitens die Familienrekonstruktion, drittens die Parts Party. Dadurch können biographische Muster und transgenerationale Problemstellungen entdeckt und bearbeitet werden, bzw. im dritten Fall eigene Persönlichkeitsanteile sichtbar gemacht und integriert werden. Die Amerikanerin Virginia Satir gab viele Seminare in Europa und beeinflusste nicht nur die systemische Gemeinde, sondern auch - von ihr selbst durchaus skeptisch gesehen - die Einführung der Neurolinguistischen Programmierung oder die Familienaufstellung nach Bert Hellinger.

Vom norwegischen Sozialpsychiater Tom Andersen wurde das therapeutische Setting um das so genannte Reflecting Team erweitert. Dabei tauschen (in der Regel) am Ende einer Therapiesitzung Therapeut und Klient(en) mit dem Co-Therapeuten-Team die Plätze. Therapeut und Klient(en) beobachten nun, wie das Co-Therapeuten-Team das bisherige Geschehen aus ihrer Sicht in einer hilfreichen und unterstützenden Art und Weise reflektiert. Der erhöhte Aufwand (mehrere Therapeuten) bringt eine höhere Vielfalt der Perspektiven, vermindert Therapiefehler und Einseitigkeiten und wird mit hoher Effektivität belohnt (nur sehr wenige Sitzungen sind typischerweise notwendig).

Der deutsche Psychoanalytiker und Pionier der Familientherapie Helm Stierlin war von 1974 bis 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg. Um ihn sammelte sich ein Kreis junger und engagierter Therapeuten, die Heidelberger Schule, und propagierte den narrativen Ansatz, Mehrgenerationenperspektive, Genogramm und Paartherapie. Zu Stierlins Mitarbeitern zählten Arnold Retzer, Gunther Schmidt, Fritz B. Simon und Gunthard Weber.

Beeinflusst von Michel Foucault und mit kulturanthropologischem Hintergrund hat der australische Sozialarbeiter und Therapeut Michael White den narrativen Ansatz geprägt und weiterentwickelt. Er ermutigt seine Klienten und Klientinnen zu neuen - oft lösungsorientierten - Erzählmustern, fordert sie auf, Briefe an sich selbst zu schreiben, und fördert therapeutische Sprachübungen im Gefolge des Konstruktivismus.

Familienaufstellung und Systemaufstellung sind heute im deutschen Sprachraum weit verbreitet, heftig umstritten jedoch ist die Variante des Familienstellens nach Bert Hellinger, der durch direktiven Duktus und apodiktische Aussagen die systemische Community in Deutschland seit mehr als einem Jahrzehnt stark polarisiert. Als seriöse Protagonisten der Aufstellungsarbeit gelten Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd in München, Guni-Leila Baxa, Christine Essen und Siegfried Essen in Graz, Albrecht Mahr in Würzburg sowie Gunthard Weber in Heidelberg und Wiesloch. Für Systemische Strukturaufstellungen und für Organisationsaufstellungen bestehen inzwischen eigene Ausbildungslehrgänge, auch Teamaufstellungen werden zunehmend in Wirtschaft, Verwaltung und Non-Profit-Organisationen eingesetzt.

Artikel Systemische Therapie. In:
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. September 2008, 17:13 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Systemische_Therapie&oldid=50928662 (Abgerufen: 23. Oktober 2011, 19:53 UTC)

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